
Kronen Zeitung
BRITEN FEIERN EL-TITEL
Aston Villa jubelt, Lienharts Titel-Traum geplatzt
Der Europa-League-Sieger 2025/26 heißt Aston Villa! Die überlegenen Briten fertigten den SC Freiburg um ÖFB-Teamspieler Philipp Lienhart im Finale am Mittwoch mit 3:0 ab.
Für Philipp Lienhart ist der Traum vom Europa-League-Titel unerfüllt geblieben. Österreichs Fußball-Teamspieler kassierte am Mittwoch im Dress des SC Freiburg gegen Aston Villa im Besiktas Park von Istanbul eine 0:3-(0:2)-Niederlage. Die klar favorisierten Engländer jubelten über ihren erst zweiten Triumph im Europacup, 1982 hatten sie den damaligen Meistercup gewonnen. Für den deutschen Bundesligisten blieb im ersten Europacup-Endspiel der Klub-Geschichte ein Happy End aus.
Der Belgier Youri Tielemans (41.) und Spanier Emiliano Buendia (45.+3) sorgten mit ihren sehenswerten Abschlüssen und Toren schon vor der Pause für die Vorentscheidung. Morgan Rogers (58.) machte danach alles klar. Dadurch durfte der Tabellenvierte der Premier League zum ersten Mal seit dem Gewinn des englischen Ligacups 1996 wieder einmal eine Trophäe in die Höhe stemmen. Trainer Unai Emery ist das hingegen gewöhnt, er untermauerte sein Standing als „Mister Europa League“. Nach den Titeln mit dem FC Sevilla (2014 bis 2016) und Villarreal (2021) war es bereits Nummer fünf für den Spanier im zweitwichtigsten Europacup-Bewerb. Im Endspiel verloren hatte er nur 2019 mit Arsenal gegen Chelsea.
Lienhart spielt bis 61. Minute
Ihren Startplatz für die kommende Champions-League-Saison, den der EL-Sieger als Belohnung erhält, hatten sich die „Villans“ schon zuvor über die Liga gesichert. Freiburg ist in der „Königsklasse“ weiter nur in der Zuschauerrolle. Lienhart wurde in der 61. Minute ausgetauscht. Er konnte damit nicht in die Fußstapfen von Kevin Danso treten. Der Abwehrspieler hatte 2025 mit Tottenham triumphiert und war beim Endspiel gegen Manchester United auch als Wechselspieler auf dem Platz. Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker hatten 2022 mit Oliver Glasners Eintracht Frankfurt die EL gewonnen, waren aber im Endspiel nicht zum Einsatz gekommen.
Die Engländer machten von Beginn an Druck, Rogers hätte zweimal (3., 10.) für einen Blitzstart sorgen können. Die mit der gleichen Startaufstellung wie im Halbfinal-Rückspiel gegen Braga eingelaufenen Freiburger fanden mit Fortdauer der ersten Hälfte etwas besser rein, Schüsse von Nicolas Höfler (17.) und Johan Manzambi (34.) fanden nicht den Weg ins Tor, eine zu scharfe Hereingabe von Manzambi fand keinen Abnehmer (39.). Das rächte sich. Nach einer von Lucas Digne kurz abgespielten Ecke auf Rogers flankte dieser einstudiert auf den aus dem Rückraum eingelaufenen Tielemans, der mit einem perfekten Volley Freiburg-Tormann Noah Atubolu keine Chance ließ.
Tielemans-Traumtor leitet Sieg ein
Tielemans ist ein Mann für wichtige Tore, 2021 hatte er im FA-Cup-Finale für Leicester gegen Chelsea den entscheidenden Treffer zum 1:0 im Londoner Wembley Stadium erzielt. Den Doppelschlag machte Buendia perfekt, der sich den Ball nach Zuspiel von John McGinn knapp außerhalb des Sechzehners herrichten und in der Folge mit links platziert ins Eck einschießen konnte. Beim 3:0 nach der Pause verwertete Rogers in der Mitte eine Hereingabe von Buendia. Lienhart kam nicht mehr entscheidend in den Zweikampf. Drei Minuten später war sein Arbeitstag zu Ende.
Aston Villas Sieg hätte noch höher ausfallen können. Ein Onana-Kopfball landete am Aluminiumgehäuse (70.) und Buendia vergab eine Topchance aus kürzester Distanz etwas leichtfertig (75.).
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