
Kronen Zeitung
LEGENDE SCHEWTSCHENKO:
„Bin ein extrem großer Fan von Österreichs Team“
Der frühere Weltstar Andrej Schewtschenko ist seit 2024 Präsident im ukrainischen Fußballbund. Mit der „Krone“ plauderte der 49-Jährige über den Krieg, das ÖFB-Team, Ralf Rangnick und Erfolge (siehe auch Video oben).
„Krone“: Herr Schewtschenko, wie wichtig ist in Zeiten des Krieges der Fußball für die Menschen in ihrer ukrainischen Heimat?
Andrej Schewtschenko: Sehr wichtig. Er bringt Hoffnung, ist auch eine Therapie für unsere jungen Leute, um schlechte Erfahrungen hinter sich zu lassen.
Die Ukraine ist weiter im Rennen ums WM-Ticket 2026, trifft im Play-off im März zunächst auf Schweden. Wie groß sind die Chancen?
Wir treffen auf sehr starke Schweden, die Charakteristik beider Teams ist sehr ähnlich. Wir haben nichts zu verlieren. Ich denke, es ist ein 50:50-Duell.
Österreich ist erstmals seit 28 Jahren wieder bei einer WM. Haben Sie das eine oder andere Spiel gesehen?
Ich habe nicht bloß Spiele von euch gesehen – ich bin ein extrem großer Fan von eurem Team, mag euren Fußball: sehr aggressiv, bestimmend, taktisch flexibel. Immer mit dem Bestreben, das Spiel zu dominieren.
2011 standen Sie beim 2:1-Heimsieg in einem Test gegen Österreich selbst auf dem Platz. Erinnern Sie sich?
Klar, sehr gut sogar! Alaba und Arnautovic waren bereits damals mit dabei. Alaba ist ein Top-Class-Player, ein echter Leader – wie auch Marko. Doch auch bei euch steht ein Generationswechsel an. Ihr braucht bald neue Stars, neue Leader.
Im Sommer 2024 luden Sie Ralf Rangnick zu einem Trainerseminar in die Ukraine ein. Welchen Eindruck gewannen Sie von unserem Teamchef?
Ralf ist ein sensationeller Trainer und eine großartige Persönlichkeit. Einer der nettesten Menschen, die ich im Fußball getroffen habe. Er teilte mit uns seine Gedanken, seine Vision vom Fußball, seine Methoden – das war großartig!
Großartig war auch Ihre Karriere – welcher war der unvergesslichste Moment in Ihrer Laufbahn?
Da gab es viele! In 20 Jahren Profi-Fußball, wie ich sie erleben durfte, findest du alle zwei, drei Jahre Momente, die im Herzen bleiben. Ich erinnere mich spontan ans Champions-League-Halbfinale mit Dynamo Kiew, die Titel mit Milan oder die WM- und EM-Teilnahme mit der Ukraine.
Steht Milan als Klub über den anderen – ist es bis heute Ihr Herzensklub?
Ich würde sagen, Milan war die wichtigste Station meiner Karriere, ich hatte dort am meisten von diesen wunderschönen Momenten. Doch auch Dynamo Kiew und Chelsea hatten für mich einen hohen Stellenwert.
Sie waren ein ungemein erfolgreicher Torjäger – wer ist aktuell der beste Stürmer im Welt-Fußball?
Schwierig, da einen hervorzuheben. Aber ja, ich würde dennoch sagen: Kylian Mbappe! Er bringt enorme Qualitäten mit, agiert sehr intelligent, ist schnell, beidbeinig, kann Spiele alleine entscheiden, auch ein sehr guter Teamplayer sein. Mit dem Kopf ist er nicht so stark, aber dennoch ein sehr kompletter Spieler.
Das Video und mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at.
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